Individueller Beitrag der drei Elemente Assets – Trading – Origination
Assets beinhaltet die Produktion und die dazugehörige Vermarktung. Mit einem bereinigten EBITDA von 972,1 Mio. CHF, hat dieses Element massgeblich zum sehr guten Ergebnis beitragen. Hier konnte Alpiq mit dem hochflexiblen Kraftwerkspark Wirkung entfalten. Wesentlich fürs Ergebnis waren 2024 die überdurchschnittlichen Zuflussmengen bei den Schweizer Wasserkraftwerken und die hohen Verfügbarkeiten der Kernkraftwerke in der Schweiz. Die flexible Leistung der Gaskraftwerke in Italien, Spanien und Ungarn wurde im Jahr 2024 immer öfter von den Netzbetreibern zur Netzstabilisierung abgerufen. Im vergangenen Jahr produzierte Alpiq mit ihrem Kraftwerksportfolio überdurchschnittlich viel Strom. Starke Regenfälle und die gleichzeitige Schneeschmelze führten im Sommer 2024 zu starken Überschwemmungen in den Alpen. Davon waren auch Kraftwerke von Alpiq betroffen. Alle Kraftwerke sind aber wieder in Betrieb. Zugleich konnten die unerwarteten Ausfälle der Wasserkraftwerke durch die insgesamt hohe Stromproduktion mehr als nur wettgemacht werden. Trotz der Herausforderung der deutlich tieferen Preisvolatilität konnte die aktive Bewirtschaftung der Kraftwerke erneut zum sehr guten Ergebnis beitragen und die Spielräume des Marktes nutzen. Das Resultat wurde von der aussergerichtlichen Einigung, die einen neuen Stromliefervertrag und eine einmalige Vergleichszahlung von Alpiq an WWZ in der Höhe von 50 Mio. CHF beinhaltete, belastet.
Trading umfasst bei Alpiq den Strom-, Gas- und Zertifikatehandel und erzielte in einem sehr schwierigen Marktumfeld mit einem bereinigten EBITDA von 30,1 Mio. CHF ebenfalls ein positives Resultat. Das Ergebnis ist deutlich tiefer als im Vorjahr und liegt unter den Erwartungen. Im Vergleich zu 2023 war das Jahr 2024 geprägt von deutlich tieferen Preisen und vor allem auch einer geringeren Preisvolatilität.
Bei Origination zahlte sich erneut das starke Portfoliomanagement und die Nähe zu Grosskunden aus. Abschlüsse verschiedener, langfristiger sogenannter Power Purchase Agreements (PPAs) und kompetentes Risikomanagement für die Kundinnen und Kunden durch Bewirtschaftung ihrer Produktionsanlagen fördern die Integration der erneuerbaren Energien in den Markt. Trotz tieferer Margen betrug der bereinigte EBITDA 86,5 Mio. CHF und hat damit die Erwartungen erfüllt. Wesentlich zum Erfolg beigetragen haben hier das Grosskundengeschäft in Frankreich und Spanien, aber auch kurzfristige Marktzugangsgeschäfte wie PPAs und flexible Produkte in Deutschland.